Tips und Tricks für
AirCombat-Piloten
und natürlich auch für
andere Flieger.
Verschiedene
Bauweisen
Grundsätzlich haben sich zwei Bauweisen
bewährt. Zum einem werden die Modelle komplett aus Hartschaum (Foam)
gebaut, zum anderem kommen Holzmodelle zum Einsatz. Diese werden dann
meist simpel aufgebaut, um den Bauaufwand möglichst gering zu halten.
Daher wird oft die beliebte und bekannte Kastenbauweise
angewandt.
Die Hartschaum- oder Styro-Bauweise hat sich
inzwischen auch durchgesetzt, und wird durch die bestechend günstigen
Materialkosten besonders gerne verwendet, weil der Verlust im Falle
eines Zusammenstosses nicht so hoch ist, wie beispielsweise bei einem
GFK- oder Holzmodell. Jedoch kann die Stabilität eines solchen
Modells nicht mit der eines Holzmodells mithalten.
Styro-Bauweise
Wie bereits erwähnt, handelt es sich
hierbei um ein komplettes Hartschaum- Modell. Weil der Flügel aus
konventionellem Styropor besteht, und seine Herstellung allgemein
bekannt ist wird auf diesen Teil nicht weiter eingegangen. Für den
Rumpf bedarf es aber einiger Informationen, um den Modellbauer nicht
vor Rätsel zu stellen.
Es gibt viele Verschiedene Arten von Hartschäumen, neben Styropor. Sie unterscheiden sich u.a. in der Farbe, der Stabilität und ihrem Gewicht. In der folgenden Tabelle sind drei verbreitete Stoffe aufgeführt. Trotz verschiedener Bezeichnungen kann jeder der drei Typen ohne Probleme verarbeitet werden.
|
Name des Materials |
Farbe |
|
Styrodur |
hellgrün |
|
Roofmate |
hellblau |
|
Jackodur |
pink |
Das Beschaffen des geeigneten Hartschaums ist das erste grössere Problem, das zubewälltigen ist. Meistens ist es sehr schwierig Bezugsquellen herauszufinden, und man sucht auch in den meisten Baumärkten vergeblich. Eine andere Methode an diese seltenen Hartschäume heranzukommen, ist, auf Baustellen nach ihnen zu suchen. Hier werden unseren wertvollen Materialien in grossen Mengen zu Dämmungszwecken eingesetzt. Oft bleiben Reststücke übrig, die für unsere Verwendungszwecke ausreichen. Dieser kostenlose Beschaffungsweg stellt ein grossen finanziellen Vorteil dar, denn die Platten sind im Einzelhandel recht teuer (Jackodur 125*65*5=DM 5,-).
Das Verarbeiten des Hartschaums ist recht einfach. Als Werkzeuge benötigen Sie ein scharfes Balsamesser (ein superscharfes Küchenmesser geht auch, weil es nicht so schnell abbricht) und einen Styroporschneidebügel (mindst. 50cm). Klebestellen sind hervorragend mit Epoxydharz zu verkleben. Es eignen sich auch 5min. Epoxy und Weissleim, jedoch müssen die Klebestellen spaltfrei Aufeinander passen. Sofern sie nicht über eine Styroporschneidemaschine verfügen, bauen sie sich eine kurzer Hand selber: Einfach ein Autobatterie-Ladegerät (12V ~6A) an einen Konstantandraht anschliessen, einen Holzbügel aus einem Besenstiel bauen und fertig ist ein sehr günstiger Styroporschneide-Bügel.
Eine kurze
Bauanleitung:
-Verkleben Sie mehrere Platten, wenn Sie keinen passenden Foam-Klotz
haben, so, dass Sie aus diesem Hartschaum-Quader einen kompletten
Rumpf schneiden können.
-Fertigen Sie jeweils zwei Rumpfschablonen für der Seiten- als auch
für die Draufsicht an aus Holz oder dicker Pappe an, heften Sie diese
an den Quader und beschneiden Sie die Umrisse des Rumpfes.
Trennen Sie den Rumpf an markanten Schnittstellen,
heften auf die Stirnseiten Rumpfspantschablonen, und schneiden Sie
die entgültigen Rundungen in den Rumpf.
-Höhlen Sie die einzelnen Segmente aus um Gewicht zu sparen und
verkleben Sie sie wieder.
-Bringen Sie die Ausschnitte für Flügel und Leitwerk an, und
versiegeln Sie die Oberfläche, indem Sie sie mit
Bespannfolie bebügeln.
Die oben kurz beschriebene Methode wird leicht verfeinert von einigen AirCombat-Piloten angewendet und hat sich auch in der Praxis bewährt.
Streamer
Die Herstellung von Streamern ist eine Angelegenheit, auf die selten
eingegangen wird, die den Modellflieger aber doch vor Probleme
stellen kann.
Am besten bewährt hat sich folgende Methode zur Herstellung von Fuchsschwänzen: Das Ziel ist es einen ungefähr 12m langen 12mm breiten Streamer zu erhalten.
Alles was benötigt wird, erhält man in einem Baumarkt, oder einem Bastelgeschäft. Wir brauchen 4 Rollen Krepppapier (2,5m*0,5m) und ein wenig Weissleim. Rollen Sie alle 4 Rollen ab, und verkleben Sie diese zu einem 10m langen 50cm breitem Streifen. Rollen Sie jetzt alles wieder auf (nicht auf einem harten Gegenstand aufrollen). Weil es fast unmöglich ist diese Arbeit akkurat gerade zu verrichten, kürzen sie die Enden soweit, bis eine saubere, fransenfreie Stirnseite entsteht. Das Beschneiden des Krepppapieres ist am einfachsten mit einem langen Messer oder einer Säge mit einem sehr feinem Sägeblatt. Nun verhindern sie durch einen Klebestreifen, dass sich die Rolle wieder von alleine abrollt oder sich verschiebt.
Machen sie nun kleine Markierungen im Abstand von ca. 15mm auf die Rolle. Schneiden sie nun Scheibe für Scheibe von der Rolle ab, und sie erhalten mit jeder Scheibe einen präzise aufgerollten Streamer. Dieser ist zwar nur 10m lang und 15mm breit, dehnt sich aber im Flug auf die erwünschten Masse.